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Häufige Fragen
Die Bandzugfeder
Die elastische Feder
Die Bambusfeder
Schreiben mit Links

 

Die Alphabete-Sammlung

Alphabete-Sammlung mit 13 Kalligraphie-Alphabeten und einer Anleitung zum Schreiben mit der Bandzugfeder

Das 24-seitige Heft enthält 13 Alphabet-Vorlagen mit 3 farbigen Textbeispielen sowie eine Anleitung zum eigenständigen Erlernen von Kunstschriften mit der Bandzugfeder

Auch eine Anleitung für Linkshänder ist enthalten.

Das Schreiben mit der Bandzugfeder:

Vorbereitungen
Die Handhabung der Bandzugfeder
Mögliche Probleme
Das Üben der Buchstaben

 

Vorbereitungen:

Zum Üben einer Kunstschrift mit der Bandzugfeder benötigen Sie folgende Materialien: Liniertes Papier, einen Federhalter, eine Bandzugfeder 2,5 mm, Tinte (keine Tusche) und ein Papiertuch zum Säubern der Feder. Ein Linienblock ist zum Üben sehr bequem, obwohl die Papierqualität meist nicht gut ist. Möchten Sie andere Papiere verwenden, sollten Sie am Anfang auf jeden Fall mit dem Bleistift Linien ziehen, um mit den Maßen und Proportionen der Schrift vertraut werden zu können. Das Blatt sollte beim Schreiben gerade vor Ihnen liegen, sonst ist es optisch schwer abzuschätzen, ob ein gezogener Strich wirklich gerade ist. Sind Kinder in der Nähe, bitte das Tintenfaß sichern ...

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Die Handhabung der Bandzugfeder:

Bandzugfeder Nr. 180, 2,5 mm

Die Feder darf im Halter nicht wackeln. Sie wird am Rand des "Globuseinsatzes" des Federhalters eingeschoben (Nicht in der Mitte). Die Spitze der Oberfeder sitzt etwa 1 mm hinter der vordersten Schreibkante. Tauchen Sie die Feder soweit in das Tintenfaß, daß die Oberfeder gefüllt ist und tupfen Sie die Feder dann kurz am Faßrand ab. Sie können auch mit einem Pinsel einen Tropfen in die Oberfeder geben. (Auf diese Weise können Sie auch Farben mischen und fließende Farbübergänge erzielen.)

Setzen Sie die Feder in einem Winkel von ca. 40 Grad zur Waagerechten auf das Papier und ziehen Sie zwischen zwei Linien einen senkrechten Strich. (Abb. 1)

Abb. 1Der korrekte Schreibwinkel

Abb. 2Der Auflagewinkel der Schreibfeder

Ist der Auflagewinkel nicht korrekt, bewegen Sie Ihr Handgelenk oder verändern Sie den Abstand des Ellbogen zum Körper, um den Winkel zu korrigieren. Der Winkel von ca. 40 Grad wird in der Regel, vor allem beim Üben, beibehalten. Verändert sich der Auflagewinkel der Feder, verändert sich auch die Buchstabenform, wie Sie an Abb. 2 erkennen können.

Wenn das klappt, ziehen Sie einen senkrechten Strich über 2 Linien. Die Bewegung geschieht aus den Fingern heraus. Erst bei noch längeren Linien bewegen sie die ganze Hand. Anschließend probieren Sie waagerechte Striche, Bögen und Halbkreise (Abb. 3). Ganz wichtig: Auch hierbei verändert sich der Auflagewinkel nicht!

Abb. 3Uebungsbeispiele für die Bandzugfeder

 

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Mögliche Probleme:

Die Tinte fließt nicht aus der Feder:

Insbesondere bei neuen Federn ist das häufig ein Problem. Die wässrige Tinte perlt auf der glatten Metalloberfläche. Reiben Sie die Feder mit einem Papiertuch an der Vorderkante kräftig ab, dann geht es meistens schon viel besser. Beim Aufsetzen der Feder geben Sie leichten Druck und ruckeln gegebenenfalls etwas hin und her, bis die Tinte fließt. Manch einer schwört auf das Abflammen der Feder. Dabei kann es allerdings schnell passieren, daß das Metall durch zu starke Hitze seine Elastizität verliert und bald nicht mehr brauchbar ist.
Insbesondere bei alten Federn können Sie folgendes prüfen: Halten Sie die Feder gegen das Licht und schauen Sie, ob durch den Spalt in der Mitte der Feder Licht durchscheint. Dann ist die Feder nicht mehr in Ordnung, denn wenn die zwei Federbacken nicht ganz aneinander liegen, kann die Tinte nicht zur Schreibkante fließen. Wenn Sie geschickt sind, können Sie versuchen, die Federbacken ein wenig zurecht zu biegen, meistens ist es jedoch Zeit , sich von der Feder zu verabschieden.
Wenn die Tinte nicht fließt, kann es auch daran liegen, daß das Papier durch die Hände fettig geworden ist. Wenn Sie ein schönes Blatt gestalten, ist es deshalb in jedem Fall empfehlenswert, beim Schreiben ein Schutzblatt unter die Hand zu legen. Achten Sie darauf, daß Sie das Schutzblatt dann nicht versehentlich über die frisch geschriebenen Buchstaben wischen.

Der Strich ist ausgefranst und erscheint nicht auf voller Breite:

In diesem Fall stehen Sie mit der Feder mehr oder weniger auf der Ecke. Rollen Sie den Federhalter ein wenig zwischen den Fingern, um mit der ganzen Federbreite auf dem Papier aufzuliegen. (Dabei nicht den Auflagewinkel verändern.)

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Das Üben der einzelnen Buchstabenformen:

Wenn Sie mit der Handhabung der Feder zurechtkommen, ist der nächste Schritt das Üben der einzelnen Buchstabenformen. Zu Anfang empfehle ich die Unziale oder die Karolingische Minuskel. Hier finden Sie einen Link Ein Übungsheft mit diesen beiden Schriften gibt es hier. Zu beachten ist, daß die Feder in der Regel nur gezogen wird. Beim Schieben der Bandzugfeder kann die Tinte nicht fließen.

Weiter unten finden Sie einige Beispiele für die Zugfolgen einzelner Buchstaben. In der Regel beginnen Sie mit dem linken Teil des Buchstabens, danach folgt der obere und / oder mittlere Teil, dann der rechte und schließlich der untere Teil. Wenn Sie ein paar Buchstaben geschrieben haben, kommen Sie schnell dahinter. Achten Sie beim Üben immer auf die Ober- und Unterlängen.

Schreiben Sie zum Üben irgendeinen schönen Text, zu Anfang jedoch ohne irgendwelchen gestalterischen Überlegungen. Das schult Ihr Empfinden für die Abstände der einzelnen Buchstaben zueinander sowie für die Wortabstände.

Beispiele für die Zugfolgen einzelner Buchstaben:

Abb. 4: Hier finden Sie einen Link vergrößern